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Der grundlegende Unterschied besteht darin, dass a zweireihiges Kugellager enthält zwei parallele Kugelreihen innerhalb eines einzigen Außenrings , während eine einzelne Zeile einen enthält. Dieser strukturelle Unterschied führt zu deutlich unterschiedlichen Tragfähigkeiten, axialer Steifigkeit, Platzbedarf und Anwendungseignung. Ein zweireihiges Lager im gleichen Außendurchmesser wie ein einreihiges Lager liefert ungefähr 1,5- bis 2-fache radiale Tragfähigkeit und eine viel größere axiale Steifigkeit – allerdings auf Kosten einer größeren Breite, eines größeren Gewichts und einer leicht verringerten maximalen Betriebsgeschwindigkeit. Einreihige Lager eignen sich besser für Anwendungen mit hoher Geschwindigkeit und geringerer Belastung; Zweireihige Lager für höhere kombinierte Belastungen, bei denen der axiale Platz begrenzt ist.
| Eigentum | Einreihig | Zweireihig |
|---|---|---|
| Radiale Belastbarkeit | Grundlinie (1×) | 1,5–2× höher |
| Axiale Tragfähigkeit | Mäßig (eine Richtung pro Peilung) | Beide Richtungen gleichzeitig |
| Axiale Steifigkeit | Niedriger | Deutlich höher |
| Axiale Breite | Schmal | Breiter (typischerweise 1,5–2× einzeln) |
| Maximale Geschwindigkeit | Höher | Niedriger (typically 10–20% less) |
| Handhabung von Momentlasten | Arm | Gut |
| Fehlausrichtungstoleranz | Begrenzt (tiefe Nut: 0,2°) | Höher (self-aligning: 2–3°) |
| Gewicht und Kosten | Niedriger | Höher |
In einem einreihigen Rillenkugellager läuft ein Satz Kugeln zwischen einer einzelnen inneren Laufbahnrille und einer einzelnen äußeren Laufbahnrille. Der Kontakt zwischen jeder Kugel und ihrer Laufbahn ist ein kleiner elliptischer Bereich – die Gesamtlast wird auf diese einzelne Kugelreihe verteilt.
Bei einem zweireihigen Lager sind zwei solcher Laufbahnsätze nebeneinander innerhalb eines Außenrings angeordnet. Der Außenring ist breiter und der Innenring trägt zwei separate Laufrillen, die in präzisem Abstand eingearbeitet sind. Wenn eine Axiallast ausgeübt wird, nimmt eine Reihe den Schub in eine Richtung auf, während die zweite Reihe ihn in die entgegengesetzte Richtung aufnimmt – aus diesem Grund funktionieren zweireihige Lager bidirektionale axiale Belastung in einer einzigen Einheit während ein einreihiges Rillenlager axiale Belastungen jeweils nur in eine Richtung bewältigt.
Bei zweireihigen Schrägkugellagern sind die beiden Reihen entweder in Rücken-an-Rücken- (O-Anordnung) oder gegenläufiger (X-Anordnung) Geometrie konfiguriert. Die Rücken-an-Rücken-Anordnung sorgt für eine höhere Steifigkeit gegenüber Momentlasten (Kippbelastungen) und ist daher die bevorzugte Konfiguration für Werkzeugmaschinenspindeln und Radnabeneinheiten. Die Anordnung von Angesicht zu Angesicht ist toleranter gegenüber Wellendurchbiegung und Fehlausrichtung.
Zur Veranschaulichung anhand eines konkreten Beispiels: Ein einreihiges Rillenkugellager 6208 (40 mm Bohrung, 80 mm Außendurchmesser) hat eine dynamische Grundtragzahl (C) von ca 29 kN . Das entsprechende zweireihige Lager im gleichen Gehäuse – eine Serie 4208 – weist eine dynamische Tragzahl von etwa auf 46 kN — eine 59-prozentige Steigerung der radialen Kapazität ohne Vergrößerung des Außendurchmessers.
Aufgrund dieses Tragfähigkeitsvorteils werden zweireihige Lager spezifiziert, wenn:
Die breitere Geometrie und die größere Anzahl an Wälzkörpern in einem zweireihiges Lager erzeugen bei hoher Drehzahl mehr Wärme – wodurch die maximal zulässige Drehzahl im Vergleich zum entsprechenden einreihigen Lager begrenzt wird. Für ein einreihiges 6208-Lager beträgt die Referenzdrehzahl etwa 12.000 U/min; beim entsprechenden zweireihigen 4208 beträgt sie etwa 9.500 U/min – eine Reduzierung um etwa 20 %.
Für Anwendungen wie kleine Elektromotoren, Hochgeschwindigkeitsspindeln und Präzisionsinstrumente, bei denen die Betriebsgeschwindigkeit 8.000–10.000 U/min übersteigt, bleiben einreihige Lager die bevorzugte Wahl – oft gepaart in einer Duplexanordnung (zwei einreihige Schrägkugellager, die Rücken an Rücken montiert sind), wenn auch eine kombinierte Lasthandhabung erforderlich ist.
Nutzen Sie diesen Entscheidungsleitfaden, um den geeigneten Lagertyp auszuwählen: